Die Geschichte der Gnadenmutter vom Spitzberg beginnt in der Zeit, als Schlesien noch zu Österreich gehörte und die Bewohner des Glatzer Landes zum Marienheiligtum nach Mariazell in Österreich pilgern konnten. 1742 wurde Schlesien von Preußen annektiert. Durch die neu entstandene Grenze zwischen Österreich und Preußen wurde die Wallfahrt nach Mariazell sehr erschwert.

Im Jahr 1750 brachte Christoph Veit aus Wilkanów (Wölfelsdorf) eine Kopie der Gnadenmutter von Mariazell, eine Marienstatue aus Lindenholz, von der Wallfahrt nach Mariazell mit. Diese Marienstatue wurde vorerst in einem Ast einer alten großen Buche auf dem Spitzberg aufgestellt. Sie sollte die Vorübergehenden an das Heiligtum von Mariazell erinnern.

Fünfzehn Jahre später verwüstete ein heftiger Sturm den Wald. Auch die alte Buche wurde zerstört, jedoch die Marienstatue blieb unbeschädigt. Dies wurde als Zeichen Gottes gesehen. Die Marienstatue wurde nun an einem anderen Platz, der vom Sturm verschont blieb, neu aufgestellt. 1776 wurde eine hölzerne Kapelle zur Verehrung der Marienstatue errichtet und zwar an der Stelle, wo heute das Pfarrhaus steht.

Von einer ersten wunderbare Heilung, die auch durch die zuständige Kommission bestätigt ist: am 26. Juni 1777 fiel das Söhnlein des Laurenz Franke zu Sienna (Heudorf) in eine Grube frisch gelöschten Kalkes. Das Kind verlor dabei vollständig das Augenlicht. Die Eltern des Jungen hatten die Gottesmutter um Fürsprache bei Gott gebeten, er möge ihm das Augenlicht wieder geben. Das nächste Wunder war die Heilung eines Müllersohnes, dessen Hand von den Mühlensteinen zermalmt worden war. In kurzer Zeit geschahen zwölf weitere Heilungen, was zur Folge hatte, dass immer mehr Pilger den Spitzigen Berg aufsuchten. Die Holzkapelle erwies sich deshalb bald als zu klein.

Am 18. Juni 1781 wurde der Grundstein für die heutige Kirche geweiht und der Bau begonnen. Die Bauarbeiten leiteten Baumeister Andreas Jäger aus Międzylesie (Mittelwalde) und Zimmermeister Josef Knietig aus Wilkanów (Wölfelsdorf). Bei den Bauarbeiten halfen auch Pilger. Am 22. Oktober 1782 weihte der Generalvikar des Prager Erzbischofs, Karl Winter aus Międzylesie (Mittelwalde), die neu erbaute Kirche ein. Zwei Jahre später wurde der Bau des Turmes beendet und 1821-23 wurde der Kreuzgang hinzugefügt. Papst Johannes Paul II. hat die Gnadenmutter am Spitzberg am 21. Juni 1983 gekrönt.



Renovierung